Barrierefreies Reisen

By Jen Karetnick
Downtown Miami Skyline
Miami offers a myriad of hotels, restaurants and venues to meet your needs

Das Reisen mit einer Behinderung ist nicht nur für den Betroffenen selbst eine Herausforderung, sondern auch für die Begleitpersonen. Diese Erfahrung haben Sie sicher schon häufig gemacht. Miami ist allerdings in vielerlei Hinsicht vorbildlich für Behinderte eingerichtet.

Und das beginnt schon bei der Anreise. Der Miami International Airport ist mit Unisex-Toilettenräumen und ausgewiesenen Grünflächen für Begleithunde sehr gut auf Reisende mit Einschränkungen eingestellt. Für den Weg zum und vom Flugzeug stehen Leihrollstühle zur Verfügung. Und auch für den Weg bis zum Sitzplatz im Flugzeug ist gesorgt.

Wenn Sie mit leichtem Gepäck reisen möchten, können Sie bei Firmen wie Family Rentals für Ihren Aufenthalt im Großraum Miami einen (elektrischen) Rollstuhl oder Elektro-Scooter mieten, der bei Ihrer Ankunft am Flughafen oder im Hotel für Sie bereitsteht.

Verkehrsmittel

An den Taxiständen werden sofort rollstuhlgeeignete Taxis angefordert. Außerdem können Sie als Rollstuhlfahrer den ersten Platz in der Reihe beanspruchen. Diesen Service sollten Sie nutzen, da es zwar über 70 rollstuhltaugliche Taxis von mehr als 20 Taxisunternehmen gibt, diese aber durchaus einmal alle besetzt sein können. Verkürzen Sie die Wartezeit, indem Sie jemanden vorausschicken, um am Taxistand Bescheid zu geben.

Merken Sie sich den Namen des Taxiunternehmens und nach Möglichkeit auch des Fahrers, der Sie zum Hotel bringt, damit Sie während Ihres Aufenthalts erneut darauf zurückgreifen können. Oder mieten Sie einen rollstuhlgeeigneten Van von Firmen wie Wheelers, Wheelchair Getaways und Sunset Mobility. Diese bieten in der Regel einen Abhol- und Lieferservice sowie einen Notfallservice. Sie möchten weniger Geld ausgeben? Der SuperShuttle vom und zum Flughafen sowie alle Busse in Miami-Dade sind für Rollstuhlfahrer geeignet und mit entsprechenden Hebebühnen und geschulten Fahrern ausgestattet.

Another option for individuals with special transportation needs is ITransport Services, Inc., one of three certified providers under Miami-Dade County's Special Transportations Services (STS) Program. Offering private transportation as well as coaches and vans for charters. There's even a luxury vehicle option, the MV1 vehicle, to take riders where they want to go with style and comfort.

Eigenständig unterwegs

Mit dem Rollstuhl, vorzugsweise elektrisch, kommen Sie auch allein in South Beach bestens zurecht. Der Art Deco District und insbesondere die Washington und die Collins Avenue sind zwar oft ziemlich gut besucht, verfügen aber über durchgehende Gehwege mit Rampen. Die Straßen werden beherrscht von Fahrrädern, Skateboards, Kinderwägen und anderen Fahrzeugen, nicht nur Autos. Die einheimischen Fahrer sind den Trubel gewöhnt und darauf eingestellt, dass zu gewissen Tageszeiten etwas Geduld nötig ist.

Am Ocean Drive ist es für Rollstuhlfahrer einfacher, den Strandweg auf der anderen Straßenseite gegenüber von den Hotels und Cafés zu nutzen, da es dort aufgrund der vielen Menschen und Tische sehr eng zugeht. Mit etwas Geduld kommen Sie aber auch dort durch. Zum Sightseeing bleiben Sie am besten auf der östlichen Straßenseite, bis Sie ein Restaurant sehen, das Ihnen gefällt. Da es sich in dieser Gegend um historische Gebäude handelt, kann es unter Umständen schwierig sein, ins Innere zu gelangen oder auf der Terrasse einen geeigneten Platz zu finden. Glücklicherweise gibt es bei den meisten Lokalen auch auf dem Gehweg Tische.

Restaurants

Am einfachsten erreichbar ist die Lincoln Road, eine Fußgängerzone, die ebenerdig erbaut wurde. Alle Geschäfte und Cafés befinden sich im Parterre. Um schnell und ohne Aufwand etwas zu besorgen, ist hier der beste Ort. Bei den meisten Cafés wie Balans Restaurant und dem Café bei Books & Books handelt es sich um zwanglose Gastronomie. Es gibt aber auch edle Restaurants wie das Meat Market und das Quattro Gastronomia Italiana. In der Lincoln Road gibt es also für jeden Geschmack das richtige Essen. Auch für Behindertenbegleithunde ist gesorgt. Auf der Promenade tummeln sich Hunde aus der ganzen Stadt und gelegentlich sieht man sogar einen Papagei oder ein Frettchen.

Die bekannten Bal Harbour Shops im exklusiven Bal Harbour bieten mit dem Makoto, dem La Goulue und dem beliebten Carpaccio hervorragende Restaurants im Parterre mit Außenterrasse. Zwangloser geht es im nahegelegenen Surfside in Flanigan’s Seafood Bar and Grill zu, das für seinen fangfrischen Fisch und seine Barbecue-Spezialitäten bekannt ist.

Aktivitäten

Bei ihren Aktivitäten müssen Sie sich nicht auf geteerte Untergründe beschränken. Einige Strände, beispielsweise South Beach, sind eben und breit mit fest gepresstem Sand, der auch befahrbar ist (hier sind sogar Fahrradfahrer unterwegs), und mit Rampen und befestigten Wegen ausgestattet. Crandon Park Beach auf Key Biscayne und Haulover Beach bieten sogar spezielle Liegestühle für Besucher mit eingeschränkter Beweglichkeit. Damit können Sie sogar bis zu 15 cm tief ins Wasser fahren – bitte nicht tiefer, da Sie sonst abgetrieben werden könnten. Seien Sie bitte vorsichtig! Diese Liegestühle sind nicht elektrisch betrieben. Sie sollten daher einen Helfer mitbringen und vorab telefonisch nach einem Stuhl fragen. Die Liegestühle werden nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben und können am Wochenende schnell weg sein.

Oder noch besser: Mieten Sie einen Strandrollstuhl von einem privaten Unternehmen wie Deming Designs. Diese Option empfiehlt sich vor allem für behinderte Kinder, die einen kleineren Rollstuhl benötigen.

Für Kinder mit Behinderungen gibt es spezielle Programme im Miami Seaquarium. Hier können Kinder mit besonderen gesundheitlichen, emotionalen oder körperlichen Bedürfnissen in einem Swimmingpool mit Delfinen spielen (für dieses Erlebnis ist eine rechtzeitige Reservierung erforderlich). Eine Begleitperson muss sich mit im Pool befinden. Reservieren Sie bitte rechtzeitig. Beachten Sie außerdem Folgendes: Die Sitzplätze für Behinderte bei den Shows befinden sich in den vordersten Reihen, wo die Besucher von Walen und Delfinen nass gespritzt werden. Lassen Sie Elektrorollstühle am Eingang zurück und leihen Sie sich stattdessen einen Leihrollstuhl, um technische Probleme zu vermeiden.

Auch Ausflüge in die Natur sind weniger kompliziert, als Sie vielleicht denken. Im Shark Valley in den Everglades gibt es einen fast 25 Kilometer langen geteerten Weg, auf dem Sie den „Grasfluss“ bequem mit dem Rollstuhl erkunden können. Passen Sie nur auf die Alligatoren auf, die sich in der Sonne wärmen. Am Eingang kann man auch Rollstühle mieten. Alternativ wird eine etwa zweistündige Bahnfahrt durch den Park mit Reiseleitung angeboten.

Achtung: Behindertenbegleithunde sind zwar dafür ausgebildet, nicht auf andere Tiere zu reagieren. Die vielen Wildtiere hier, beispielsweise die äußerst präsenten Alligatoren, sind es hingegen nicht. Alligatoren sind in der Regel nur im Wasser gefährlich. Sie legen sich lediglich auf die Wege, um sich in der Sonne zu wärmen. Dennoch ist es am besten, vorab telefonisch abzuklären, ob ein Begleithund mit in den Everglades National Park gebracht werden darf.

Behindertenbegleithunde sind im Vizcaya Museum & Gardens, das Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Industriemagnaten James Deering erbaut wurde, ausdrücklich erlaubt. Das Anwesen im italienischen Stil und das zugehörige Freigelände sind bestens auf Besucher mit Einschränkungen eingestellt. Fairchild Tropical Botanic Garden ist ebenfalls äußersten behindertengerecht ausgestattet. Es gibt Leihrollstühle und in der Tram für die Rundfahrten gibt es sogar zwei rollstuhltaugliche Plätze. Sie können also die wunderbare Grünanlage direkt von ihrem eigenen Rollstuhl aus bewundern, ohne auch nur einen Muskel zu bewegen.

Der Zoo Miami gehört zu den bestausgestatteten Freizeitangeboten für Gäste mit beschränkter Beweglichkeit. Der ebene, geteerte und weitläufige Park stellt auch überdachte, so genannte „Safari-Fahrräder“ zur Verfügung. Bringen Sie hierfür eine Begleitperson mit, die in die Pedale tritt. Die Shows und auch die Einschienenbahn sind rollstuhlgeeignet.

Hotels

In Miami ist es kaum möglich, ein Hotel zu finden, das nicht rollstuhltauglich ist, aber natürlich gibt es Unterschiede. Einige verfügen über rollstuhlgeeignete Zimmer mit ebenerdigen, befahrbaren Duschen und Gemeinschaftsbereiche gemäß den Anforderungen des Americans with Disabilities Act (ADA). Einige sind darüber hinaus mit speziellen Pools mit Hebeanlagen für Behinderte ausgestattet. Hierzu gehören das berühmte und wunderschöne Fontainebleau Miami Beach, das vor kurzem für 1 Milliarde Dollar renoviert und dabei unter anderem mit Rollstuhverladehilfen für einige der Pools ausgestattet wurde. Wenn Sie die Stadt aus einem anderen Blickwinkel erleben und sich dabei richtig verwöhnen lassen möchten, besuchen Sie das Grove Isle Hotel & Spa, das sich auf einer kleinen Privatinsel in der Nähe von Coconut Grove befindet, oder das The Standard, das zwischen South Beach und der Innenstadt am idyllischen Venetian Causeway liegt.

Das Surfcomber Miami-South Beach, ein Kimpton Hotel, wurde ebenfalls erst vor kurzem komplett renoviert. Kimpton Hotels sind für ihre hervorragende Ausstattung bekannt, sowohl im Hinblick auf die Umwelt als auch für Behinderte. In der Innenstadt gibt es ein weiteres Hotel dieser Kette, das EPIC. Es ist der perfekte Ausgangspunkt, wenn Sie die Biscayne Bay auf einer Yacht oder Little Havana bei einer Kutschfahrt kennen lernen möchten. All diese Ausflüge werden von HistoryMiami organisiert. Kimpton Hotels heißen nicht nur menschliche Gäste willkommen, sondern zeichnen sich auch durch ihre besonders tierfreundliche Ausstattung, unter anderem auch speziell für Behindertenbegleithunde, aus.

Fragen

Bei allen Fragen zu Hotels, Transport usw. empfiehlt es sich natürlich, diese vorab telefonisch zu klären oder die staatlichen Parks und Erholungsflächen zu nutzen. Diese bekannten Organisationen sind Ihnen gern behilflich: Deaf Services Bureau, Miami Lighthouse for the Blind, Miami-Dade Disability Services und Independent Living, Miami-Dade Office of ADA Coordination und Miami-Dade Transit – Special Transportation Service.

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